Gründerwettbewerbe in Zahlen und Fakten

Thema des Monats September 2016

Seit einigen Jahren haben sich Deutschlandweit Gründerwettbewerbe etabliert, die sowohl verschiedene Branchen als auch Gründungsideen in der Phase der Gründungsplanung vielseitig unterstützen. Die Teilnahme an einem solchen Wettbewerb ist grundsätzlich kostenlos. Unternehmen, Banken und andere Institutionen finanzieren den Ablauf, die Umsetzung und auch die ausgeschriebenen Preisgelder. Das Motiv, teilzunehmen ist ebenso vielfältig, wie die Angebote der Veranstaltungen, die auch Businessplanwettbewerb genannt werden. Durch Ihre Teilnahme können die Gründer Fragen und Probleme zur Tragfähigkeit der Geschäftsidee, die Erstellung eines Konzepts und die Umsetzung, Steuern, Recht und Organisation ansprechen und klären. Sie haben die Möglichkeit, sich zu verschiedenen Fragen mit Experten auszutauschen und werden durch die Phasen Ihrer Gründung begleitet. Sie erhalten zu Ihrem Businessplan professionelle Gutachten, Tipps von Experten der Wirtschaft und Unterstützung bei der Verbesserung des Konzepts. Bei Events und Workshops können Sie sich mit anderen Gründern vernetzen, lernen und neue Ideen finden, Ihre Chancen und Stärken erkennen und einzusetzen.

Für die besten Ideen locken Preisgelder

Die Teilnahme an einem Gründerwettbewerb oder auch Businessplanwettbewerb ist meistens kostenlos. Die Teilnehmenden reichen Ihren qualifizierten Businessplan ein und können sich einem Wettbewerb um die beste Geschäftsidee stellen. Es lockt ein attraktives Preisgeld, oft in differenzierten Kategorien, wie IT, Kreativwirtschaft, Dienstleistung, bei manchen Wettbewerben auch speziell für Gründerinnen. Nur das Preisgeld ist vielleicht nicht das einzige Motiv zur Teilnahme. Sie erhalten auf jeden Fall ein detailliertes Gutachten eines, oft zweier Experten.

Zahlen und Fakten

Der KfW Gründungsmonitor 2015 berichtete, dass sich der weibliche Anteil unter den Gründern im Jahr 2014 von 33% auf 41% erhöht hat. Der Deutsche Startup Monitor 2015 des Bundesverbandes Deutsche Startups bestätigt diesen Trend. Digitale Technologien, Wissenschaft und Forschung werden zunehmend auch von weiblichen Gründern besetzt. So stellt die Gründerinnen-Studie 2015 des Frauenbeirats der Hypovereinsbank fest, dass vor Allem die Sharing Economy ein Geschäftsmodell für die weibliche Gründerzukunft sei. Es können Deutschlandweit ca. 145 Gründerwettbewerbe ausgemacht werden, die im Jahre 2015 ihre Preise ausschließlich an Frauen übergeben haben. Es gibt dabei sowohl bundesweite, als auch regionale Wettbewerbe.

Beispiele für Deutsche Gründerinnenpreise

In Bremen können Jungunternehmerinnen seit bereits 9 Jahren am belladonna Gründerinnenpreis teilnehmen. Der Verein hat es sich zum Ziel gesetzt Gründungen von Frauen sichtbar zu machen und im Raum Bremen ein Gründerinnenfreundliches Klima zu unterstützen. Der Preis hat 5 T€ Preisgeld. (www.belladonna-bremen.de) Der Darboven IDEE-Förderpreis ist ein Gründerinnenpreis, der bundesweit alle zwei Jahre das unternehmerische Potenzial von Frauen auszeichnet und damit das Ziel verfolgt, die Unternehmerinnenlandschaft zu stärken. Mit einem Gesamtpreisgeld in Höhe von 65 T€ ist er einer der 20 höchst dotierten Wettbewerbe in Deutschland. Er wird bevorzugt an visionäre Existenzgründerinnen mit innovativen Erfolgsideen vergeben. (www.darboven.com) Die Hypovereinsbank hat mit seinem HVB-Frauenbeirat die Gründerinnenförderung ins Leben gerufen. Im Rahmen des HVB Gründerinnen-Mentorings begleiten Mitglieder des Frauenbeirats sechs Monate lang den Unternehmensstart von Gründerinnen. Das Programm ist nicht mit Preisgelder dotiert. Es funktioniert durch Praxisworkshops, Veranstaltungen und den Zugang zum Unternehmerinnen-Netzwerk. (www.hypovereinsbank.de) Weitere Beispiele für die Förderung von Gründungen durch Frauen sind, der sächsische Gründerinnenpreis (www.gleichstellung.sachsen.de), der Düsseldorfer Unternehmerinnenpreis durch das Unternehmerinnennetzwerk (www.frauenbande.net) und der Thüringer „Emily Roebling-Preis“ des UTM Emily Roebling e.V. in Weimar.

Das Gründerportal Fuer-Gruender.de

Das Gründerportal Fuer-Gruender.de GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main ist ein umfangreiches Expertenportal zum Thema alles um Gründungsidee und Gründung. Es bietet Gründern, Startups und jungen Unternehmen ein umfangreiches und praxisrelevantes Angebot für den unternehmerischen Erfolg. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH (FAZ) ist über ihren Fachverlag Frankfurt Business Media an der Für-Gründer.de beteiligt. Neben den Zahlen und Fakten zur Wettbewerbsrunde 2015 hat das Portal einen umfangreichen Wettbewerbsleitfaden für das Jahr 2016 erstellt. So können viele hilfreiche Erkenntnisse und zusammengetragene Zahlen mit der Lektüre vermittelt werden. Das Portal hat 172 deutsche Gründerportale ermittelt. Davon haben 145 Wettbewerbe 2015 eine Preisverleihung vorgenommen. Von denen sind 55 Wettbewerbe deutschlandweit ausgeschrieben, die anderen sind eher regional aktiv. Viele Informationen zu Wettbewerben in Ihrer Nähe, zu Angeboten und Veranstaltungszeiten ist www.fuer-gruender.de eine hilfreiche Quelle. Sie erhalten im monatlichen Beitrag November, also im übernächsten Beitrag weitere hilfreiche Informationen zu Businessplan- und Gründerwettbewerbe. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Suche nach dem passenden Wettbewerb.